Machen 10.000 Stunden Training wirklich einen Spieler zum Profi (Meister)?

Die 10.000 Stunden-Regel: "Machen 10.000 Stunden Training wirklich einen Spieler zum Profi (Meister)?"

 

Anfang der 1990er Jahre stellte der US-Psychologe Anders Ericsson zusammen mit seinen deutschen Kollegen Ralf Krampe und Clemens Tesch-Römer die sogenannte 10.000-Stunden-Regel auf. Markus Raab, Leiter des Psychologischen Instituts der Deutschen Sporthochschule Köln trifft folgende Aussage basierend auf Basis einer Metaanalyse (Zusammenfassung von mehreren Studien): "[...] etwa 20 Prozent der sportlichen Leistungen können durch Trainingsstunden erklärt werden [...]. Das heißt, der Erfolg hängt überwiegend noch von anderen Faktoren ab [...]". Die anderen 80 Prozent der sportlichen Leistungen setzen sich aus anderen Faktoren wie Talent, also die physischen und kognitiven Voraussetzungen, die durch die Genetik einem Spieler mitgegeben worden sind, oder mentale Stärke (Wille), Ehrgeiz, Motivation, das sportliche und private Umfeld, die Ernährung und Athletik sowie die physische und kognitive Leistungsfähigkeit, zusammen. 

 

Das Training (die 20 Prozent der Gesamtleistung) sollten jedoch zielgerichtet und durch viele Variationen bestimmt sein. Daher sollte  ein isoliertes Training bzw. das einschleifen von reinen Techniken unbedingt vermieden werden. Das Training sollte demnach aus viele verschiedenen (neuen) Situationen bestehen und einen großen Erfahrungsschatz beim Spieler hervorbringen. Ferner sollten Trainer und Spieler auf ausreichende Ruhephasen nach der Belastung achten, um eine Regeneration und somit einen besseren Trainingseffekt zu erzielen! Die Qualität bzw. die Art und Umfang des Trainings inkl. Regeneration bestimmen wie viele Trainingsstunden ein Spieler benötigt, um Techniken bzw. Fähig- und Fertigkeiten perfekt zu beherrschen, unter Berücksichtigung der individuellen Eigenschaften/Merkmale des Spielers. 

Die 10.000 Stunden-Regel: "Machen 10.000 Stunden Training wirklich einen Spieler zum Profi (Meister)?"
Die 10.000 Stunden-Regel: "Machen 10.000 Stunden Training wirklich einen Spieler zum Profi (Meister)?"